„Ockerundso”, Kunstverein Aschaffenburg 2005, Stephan Fritsch
Bezug auf die Vorgänge im Gebäude nahm auch Stefan Fritsch bei seiner Farbfassade für den Kunstverein Aschaffenburg: In Anspielung auf die dort stattfindende Ausstellung „Munich School” realisierte er seine temporäre Fassadenmalerei „ocker und so” unter anderem in Münchner Gelb (ocker). Die Arbeit ironisiert die so häufig zu sehenden und oftmals höchst spannenden Farbmuster an Hausfassaden. In diesem Fall lässt ein scheinbar ungeordnetes Repertoire an Farbvorschlägen berechtigte Zweifel an einer späteren Umsetzungsmöglichkeit aufkommen. Für den irritierten Betrachter stellt sich die Frage: Wird das Gebäude in Bälde in schrecklichsten Farben gestrichen oder handelt es sich doch „nur” um Kunst? Fritsch lässt offen, ob er die Malerei als Angriff losgelassener Graffiti-Sprayer verstanden wissen will, als Überbleibsel fehlgeschlagener Farbkonzepte – oder eben als autonome Malerei im Außenbereich.
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